OSB-Bodenaufbau im Altbau – so habe ich es gemacht
Ein alter Boden raus, und dann? Genau an diesem Punkt beginnt bei einer Altbausanierung meistens der spannende Teil.
In diesem Projekt stand ich vor der Aufgabe, den vorhandenen Bodenaufbau komplett neu aufzubauen. Die alten Holzdielen waren entfernt und damit lag die Unterkonstruktion offen. Jetzt musste zunächst geklärt werden, was davon noch brauchbar ist und wie der neue Bodenaufbau sinnvoll und stabil ausgeführt werden kann.
Erst einmal den Bestand anschauen
Bevor neue Platten verlegt werden, sollte man sich den vorhandenen Aufbau genau ansehen.
Bei einem Altbau weiß man schließlich nie ganz genau, was einen unter dem Boden erwartet. Deshalb habe ich zunächst die vorhandene Unterkonstruktion überprüft und mir angeschaut, wie die Balken aufgebaut sind und in welchem Zustand sie sich befinden.
Dabei geht es nicht nur darum, ob etwas auf den ersten Blick stabil aussieht. Auch die Abstände der Balken, die Auflagepunkte und die allgemeine Tragfähigkeit spielen eine Rolle.
Der neue Bodenaufbau
Nachdem der Bestand geprüft war, konnte ich mit dem neuen Aufbau beginnen.
Mein Ziel war ein stabiler, sauberer und möglichst ebener Untergrund, auf dem anschließend der weitere Bodenaufbau erfolgen kann.
Dabei spielen mehrere Punkte eine Rolle:
- Tragfähigkeit der Unterkonstruktion
- Ebenheit
- Dämmung
- Trittschall
- ausreichende Stabilität der Bodenplatten
- saubere Verschraubung und Verbindung der Platten
Gerade beim Thema Trittschall und Dämmung sollte man sich vorher Gedanken machen, wie der komplette Aufbau später funktionieren soll.
OSB-Platten als neuer Boden
Für den neuen Boden habe ich mich für OSB-Platten entschieden.
Diese lassen sich gut verarbeiten, sind stabil und eignen sich für einen solchen Aufbau sehr gut, wenn die Unterkonstruktion entsprechend vorbereitet ist.
Die Platten werden passend zugeschnitten und auf der Unterkonstruktion befestigt. Wichtig ist dabei, sauber zu arbeiten und die Platten entsprechend dem geplanten Aufbau miteinander zu verbinden.
Denn am Ende soll der Boden nicht nur irgendwie liegen, sondern sich auch entsprechend stabil und möglichst ruhig anfühlen.
Warum ich den Aufbau selbst gemacht habe
Genau solche Projekte sind für mich der Grund, warum ich DIY mache.
Man kann natürlich vieles komplett machen lassen. Aber gerade bei einer Sanierung finde ich es spannend, selbst zu verstehen, was unter dem später fertigen Boden eigentlich passiert.
Natürlich braucht es dafür Zeit, vernünftiges Werkzeug und ein bisschen Geduld. Dafür weiß man anschließend aber auch ziemlich genau, wie der eigene Boden aufgebaut ist.
Und manchmal stellt man während der Arbeit fest, dass der ursprüngliche Plan noch einmal angepasst werden muss. Das gehört für mich bei einer Sanierung einfach dazu.
Das Ergebnis
Aus dem alten Bodenaufbau entsteht Schritt für Schritt ein neuer, stabiler Untergrund.
Von außen sieht man davon später nicht mehr viel. Aber genau diese Arbeiten sind entscheidend dafür, dass der spätere Boden ordentlich funktioniert.
Nichts gestellt – echte Praxis.
Im Video zeige ich den Aufbau Schritt für Schritt und nehme euch mit auf die Baustelle.
Wenn ihr selbst einen Altbau saniert, lohnt es sich also, nicht nur auf den später sichtbaren Boden zu schauen. Der eigentliche Boden beginnt einige Schichten darunter.
